41. Irisgarten - Staude des Jahres 2016



 Iris (Schwertlilie): die Blume des Regenbogens
Iris sind so vielgestaltig, dass sie ihren Titel als Lieblingspflanze vieler Gartenfans selbst in Schwarz-Weiß ganz sicher verteidigen würden. Umso verständlicher ist diese Liebe angesichts der unglaublichen Farbenvielfalt, mit der die Staude des Jahres 2016 aufwartet. Nicht umsonst wurde die Iris nach der griechischen Göttin des Regenbogens benannt.
Es scheint, als seien in den drei sich aufwölbenden Domblättern und den drei elegant nach unten geschwungenen Hängeblättern der Irisblüten tatsächlich alle Farben des Regenbogens eingefangen.
Bart-Iris: Königliche Erscheinungen
Mehr als 200 Iris-Arten regen Züchter weltweit immer wieder zu neuen Sorten-Kreationen an. Die wohl eindrucksvollste Gruppe ist die der vorwiegend im Mai/Juni blühenden Bart-Iris. Die hohen und mittelhohen Sorten – die sogenannten Barbata-elatior- und Barbata-Media-Iris – werden 60 bis 110 cm hoch und passen besonders gut in Prachtstaudenrabatten. In spezialisierten Gärtnereien sind mittlerweile zahlreiche Sorten in den unterschiedlichsten Farben erhältlich.

Wildarten: Einfach bezaubernd
Die schlichteren, aber nicht weniger eleganten Blüten von Wildarten wie Steppen-Schwertlilie (Iris spuria) und Bleicher Schwertlilie (Iris pallida) eignen sich sehr gut für naturnahe Pflanzungen. Vor allem Staunässe muss unbedingt vermieden werden, da sonst die Rhizome – die dicken Speicherorgane – faulen können.

Platziert werden Iris am besten nicht ganz vorne im Beet, sondern in der zweiten oder dritten Reihe, denn ihre schwertförmigen grau-grünen Blätter büßen nach der Blütezeit nämlich an Attraktivität ein. Dann ist es an den Begleitpflanzen, von ihnen abzulenken.

Wiesen- und Sumpf-Iris: Galionsfiguren am Teichrand
Iris sibirica, wie der lateinische Name der Wiesen-Iris lautet, ist die Spezialistin für feuchten Untergrund. Die zierlichen blauen oder violetten Blütensehen in Tuffs gepflanzt am schönsten aus und passen perfekt zu den leuchtend gelben Blüten der Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus). Am Wasserrand  - wie im gegenüberliegenden Ahorntal gut sichtbar - fühlen sich die beiden um die 80 cm hohen Arten besonders wohl, wobei Iris pseudacorus Staunässe verträgt, Iris sibirica hingegen nicht. Wiesen-Schwertlilien gedeihen aber auch in normaler Gartenerde an einem sonnigen oder halbschattigen Platz und eignen sich sehr gut für kleine Gärten.

Zwerg-Iris: Zum Niederknien
Die verschiedenen Miniaturformen der Iris sind noch viel zu wenig bekannt, aber von ganz besonderem Liebreiz. , Kleine Netzblatt-Iris (Iris reticulata) und Iris histrioides beispielsweise zählen zu den Arten, die Zwiebeln anstelle von Rhizomen ausbilden und bereits im Februar / März erblühen. Sie werden im zeitigen Frühjahr als Topfpflanzen angeboten und können nach der Blüte in den Garten gepflanzt werden. Diese kleinen aber feinen Iris-Vertreterinnen verfügen über eine schöne Blütenzeichnung und jene Leuchtkraft, nach der man sich nach einem grauen Winter sehnt. Genau wie die koketten, im April/Mai blühenden Niedrigen Bart-Iris (Barbata-Nana-Gruppe) adeln sie jeden Steingarten.

Bart-Iris erfolgreich pflegen
Damit Bart-Iris erfolgreich anwachsen, sollte man in lehmigen Böden vor dem Pflanzen reichlich gewaschenen Sand einarbeiten, sicherheitshalber kann man die Rhizome zusätzlich auf eine zwei bis drei Zentimeter hohen Sand- oder Kiesschicht betten. Grundsätzlich gilt: Die Rhizome dieser Erdschürfpflanzen werden flach gepflanzt, ungefähr die obere Hälfte sollte noch aus der Erde herausschauen. Für eine optimale Pflanzenentwicklung empfiehlt sich  eine kalibetonte Düngung zum Frühjahrsaustrieb. Welke Blütenstände sollten bodennah zurückgeschnitten werden, damit die Pflanzen keine unnötige Kraft in die Samenbildung stecken.

Träger:
Verein zur Förderung der Gartenkultur e.V.
www.kultur-und-gaerten.de

Planung:
Alfred Osterloh, Wiesmoor

Realisierung:                  
Garten- und Landschaftsbau Kujawski 
Wemkendorfer Weg 19b
26215 Wiefelstede
Tel. 044 02 – 96 02 16
www.gala-bau-kujawski.de      

Pflanzenlieferungen:       
Stauden Wichmann
Wallweg 1
26215 Wiefelstede
Tel. 044 02 – 66 09
www.stauden-wichmann.de

Staudengärtnerei Mühring
Hauptstraße 167
26810 Westoverledingen
Tel. 0 49 61 – 91 60 55
www.stauden-muehring.de

Baumschule Werner Brumund
Ollenharder Straße 70
26655 Westerstede
Tel. 044 09 – 4 74
www.brumund-baumschulen.de

Baumschule Wilken
Am Nesterhorn 21
2655 Westerstede
Tel. 0 44 88 – 26 70
www.baumschule-wilken.com

Karl von Hammel Baumschulen
Azaleenstraße 107
26639 Wiesmoor
Tel. 0 49 44 – 91 14 0
www.von-hammel.de

Baumschulen G. D. Böhlje                                             
Oldenburger Straße 9
26655 Westerstede
Tel. 0 44 88 – 9 98 60              
www.boehlje.de

Findlinge, Natursteine:    
Hermes Findlingshandel
Weißer Weg 15
26160 Bad Zwischenahn
Tel. 0 44 02 – 91 59 18 0
www.findlingshandel.de

Betonsteine:                        
Heinrich Niemeier GmbH & Co. KG
Wellestraße 21
49356 Diepholz
Tel. 05 44 1 – 90 40
www.h-niemeier.de

Plexiglastafeln:                   
Hillje Werbung
Justus-von-Liebig-Straße 3
26160 Bad Zwischenahn
Tel. 0 44 03 – 5 86 86
www.hillje-werbung.de